Lexikon


Wie fast jeder Bereich von Pokémon, hat auch der Fanwork Bereich seine ganz eigenen Begriffe. Damit ihr euch nicht allzu schwer damit tut, findet ihr hier ein kleines Lexikon, in dem alle wichtigen Begriffe aufgelistet sind.

A

Adobe Illustrator: Ein vektorbasiertes Grafikprogramm, mit dem sich gestochen scharfe Grafiken produzieren lassen. Durch die spezielle Technik (siehe Stichpunkt "Vektor") weniger gut zum freien Zeichnen und Spriten geeignet.

Adobe Photoshop: Adobe Photoshop ist ein kostenpflichtiges Bildbearbeitungsprogramm, das sehr viele Funktionen aufweist. Als Ersatz dafür wird gerne Gimp verwendet.

Advance Map: Advance Map ist ein Programm mit dem man Pokémon ROMs "hackt". Das bedeutet, dass man sich mit dem Programm Einsicht in den Quellcode der Spiele verschafft. Man kann die Quelldateien sogar verändern und so die Orte und Pokémon verändern oder neue hinzufügen. Advance Map kannst du dir
hier kostenlos runter laden. Allerdings braucht man auch noch eine ROM. Links zu diesen sind aber auf PE verboten.

Animation: Sieht man zum Beispiel Pokémon Sprites, die eine Bewegungn ausführen, dann sind diese animiert. Folglich wurden mehrere leicht unterschiedliche Bilder hintereinander geschaltet und es scheint für uns, als würde beispielweise der Sprite eine fließende Bewegung ausführen.

Art Theft: Art Theft ("Kunstklau") bezeichnet das unerlaubte Weiterverwenden von Sprites oder Zeichnungen des Erstellers. Bevor jemandes Werke für Avatare, Signaturen oder sonstiges benutzt werden, sollte er immer erst um Erlaubnis gefragt werden. In den allermeisten Fällen wird er euch die Nutzung seiner Werke gerne erlauben. Tut ihr dies jedoch nicht, kann es sein, daß ihr den Ersteller damit verärgert und er in Zukunft keine Sprites oder Bilder mehr online stellen wird.

B

Bildbearbeitung: Das Verändern eines Bildes mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms.

Bildbearbeitungsprogramm: Ein Programm für den PC, mit dem Bilder auf verschiedenste Weise verändert werden können. Bekannte Bildbearbeitungsprogramme sind z.B. Photoshop (Elements), The GIMP, Paint Shop Pro, Photo-Paint und andere.

BMP: Standard-Bildformat. Keine Komprimierung, daher hoher Speicherplatzverbrauch. Transparenz bedingt möglich (weiß als Transparenzfarbe). Eingesetzt wird BMP für Zeichnungen und zur Bildschirmdarstellung. Zur Weiterverwendung ist wegen der riesigen Dateigrößen das Abspeichern in einem anderen passenderen Format empfohlen, zur Archivierung eignet sich BMP allerdings ganz gut. Unterstütze Farbmodi sind RGB und Graustufen.

C

CMYK ("Subtraktive Farbmischung"): Das Bild wird aus den Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (K für "key", steht für Farbtiefe) zusammengesetzt. Diese Art der Farbmischung wird im Druck eingesetzt. Die Mischung aller vier Farben (in gleichen Verhältnissen) ergibt schwarz.

Coloration: Das Einfärben einer Zeichnung am Computer.

Corel Draw: Ein vektorbasiertes Grafikprogramm, ähnlich dem weiter verbreiteten Adobe Illustrator.

Corel Photo-Paint: Ein Bildbearbeitungsprogramm, das genauso wie Adobe Photoshop oder The GIMP funktioniert.

D

Decolor: Bei Decolor gibt man einem beliebigen neuen Sprite aus den Editionen Rubin/Saphir/Smaragd/Diamant/Perle die Farben des Rot/Blau/Gelb/Gold/Silber/Kristall-Sprites, und lässt ihn so aussehen als ob er aus den alten Spielen käme.

F

FanFiction: Unter dem Begriff FanFiction (kurz FF) versteht man eine Geschichte, die ein Fan einer bestimmten Sache (z.B. Pokemon) schreibt. Dabei denkt sich der Autor alle Charaktere und Handlungsabläufe selbst aus.

Farbschlüssel: So bezeichnet man die Palette an Farben, die man für einen Sprite oder ein Bild benutzt. Meistens sind diese genau ausgesucht und aufeinander abgestimmt.

Farbverlauf: Ineinanderlaufende Farben, die nirgendwo harte Übergänge aufweisen - wie zum Beispiel beim Regenbogen.

Fusion: Unter Fusion versteht man eine Verschmelzung von Dingen. Beim Spriting bezeichnet der Begriff den Vorgang, bei dem man einen neuen Sprite erschafft. Es gibt auch verschiedene Arten von Fusionen. Zum Beispiel eine 3er-Fusion, bei der man drei Sprites verschmelzen muss, aber auch eine Halbfusion, bei der man einen vorgegebenen Sprite hat und sich noch einen aussuchen darf.

G

GIF: Das GIF-Format unterstützt maximal 256 Farben und Transparenzen, Animationen können ebenfalls damit abgespeichert werden. Zeichnungen und Fotos werden durch die geringe Farbtiefe allerdings nur in schlechter Qualität wiedergegeben. Eingesetzt wird GIF für Animationen, Pixelarbeiten (Sprites) und Bilder mit wenigen Farben. Unterstütze Farbmodi sind RGB, Graustufen.

GIMP: GIMP ist ein Bildbearbeitungsprogramm mit dem man nicht nur zeichnen kann. Es ist ungefähr vergleichbar mit einem Programm wie Adobe Photoshop, jedoch ist ist Gimp kostenlos. Zum Download: klick.

Grafiktablett: Mit einem Grafiktablett kann man Bilder zeichnen. Du kannst es dir wie eine Malfläche vorstellen, die an deinen Computer angeschlossen ist und auf der du mit einem speziellen Stift zeichnest. Der Rechner überträgt die Striche, die du auf dem Tablett machst, auf den Bildschirm. So kannst du einen Pinsel viel feiner und präziser führen als mit der groben Maus. Es gibt verschiedene Tabletts von mehreren Firmen, die bekanntesten hierzulande sind Aiptek, Medion (Aldi) und Wacom. Grafiktabletts gibt es in verschiedenen Größen von A7 bis A3 und verschiedenen Ausstattungen. Aiptek und Medion stellen verhältnismäßig günstige, aber auch verschleißanfällige und weniger professionelle Tabletts her. Für die ersten Schritte ist so ein Tablett sicherlich nicht verkehrt. Deren Preis bewegt sich für ein A4-Tablett meist zwischen 50 und 120 Euro. Wacom-Tabletts sind die ungleich teurere, aber extrem hochwertige Alternative. Deren Preise bewegen sich, je nach Größe, zwischen 250 und 600 Euro. Zu kaufen gibts die Tabletts dann und wann bei Aldi (Medion), in größeren Elektronikfachmärkten (Aiptek) und in spezieller ausgelegten Fachhandlungen bzw. dem Internet (Wacom).

H

Hack: Die gewollte und dauerhafte Veränderung eines Pokémon-Spiels, beispielsweise durch Ersetzen aller Sprites oder Abänderung der Maps.

Hybrid: Dieser Begriff bezeichnet die Fusion/Kombination mehrer Sprites. Jedoch wird dieser Begriff eher selten verwendet und man benutzt ebenfall das Wort Sprite dafür.

I

Inferno: Eine bestimme Variante von Newcolor. Hierbei wird der Sprite mit verschiedenen Feuertönen von außen nach innen gehend immer heller gefüllt.

IrfanView: Eines von viele Bildbearbeitungsprogrammen ist auch IrfanView. Mit diesem werden meist Sprites transparent gemacht, damit diese im Internet schöner aussehen.

J

JPG: Bildformat, bei dem die vorhandenen Daten so weit wie möglich komprimiert werden, um Speicherplatz zu sparen. Der Grad der Komprimierung ist normalerweise frei wählbar und man kann sich an folgende Regel halten: Je stärker die Komprimierung und je kleiner die Dateigröße, desto mehr leidet die Qualität des Bildes. Eingesetzt wird JPG für Zeichnungen, Fotos und Bildschirmdarstellung. Unterstützte Farbmodi sind RGB, CMYK, Graustufen, jedoch sind keine Transparenzen möglich.

K

Konstruktive Bewertung: Eine etwas ausführlichere Bewertung, die dem anderen weiterhilft und er die Vorschläge dann auch möglichst gut umsetzen kann. Dabei wird außerdem meist auf verschiedene Gesichtspunkte eingegangen und der Schreibstil ist sachlich.

Kritik: Eine Kritik ist die Bewertung eines Bildes oder auch eines Sprites. Sie beinhaltet positive und negative Aspekte, also was der Künstler/Spriter aus eurer Sicht gut gemacht hat und was noch verbesserungswürdig ist. Eine konstruktive Kritik (siehe auch konstruktive Bewertung) soll dem Spriter helfen, sich zu verbessern. Deshalb wird diese Form der Kritik auch am liebsten gesehen.

L

Lineart:Eine Lineart ist eine Zeichnung, die lediglich aus Strichen oder Schraffierungen besteht und noch nicht coloriert wurde (siehe Coloration).

Lineless: Übersetzt bedeutet Lineless "ohne Linien". Normalerweise werden so Sprites genannt, die keine Outlines aufweisen.

M

Map: Als Map bezeichnet man die Karte aus deinem Spiel, auf der man sich bewegt. In Pokémon Spielen sind das die Routen, Städte, Höhlen usw.

Mapping: Hierbei kreiert man selber eine Route, eine Stadt, eine Höhle oder ähnliches, die zu einem Pokémon Spiel passen würde.

N

Newcolor: Newcolor ist eine Aufgabe, die man in fast jedem Wettbewerb sieht. Dabei verleiht man einem Sprite einen neuen Farbanstrich. Wichtig dabei ist, dass man nie einen Pixel hinzufügen oder löschen darf. Man darf sie nur umfärben.

O

Outlines: Außenlinien, die zum Beispiel einen Sprite umgeben. Meist sind diese schwarz und beinhalten noch eine weitere sehr dunkle Farbe.

P

Paint: Dieses Zeichenprogramm ist auf fast jedem PC vorzufinden und mit diesem kann man wunderbar Spriten, was auch die meisten Benutzer tun. Falls dieses Programm nicht installierst sein sollte, könnt ihr auch auf etwas bessere Version Paint.NET zurückgreifen, die man im Internet downloaden kann.

Paint.NET: Paint.net bietet etwas mehr Möglichkeiten als das übliche Paint.

Pattern: Newcolor ist ja schon ganz toll, aber manchmal möchte man dem Pokémon auch ein Muster geben. Dieser Vorgang wird Pattern genannt und ist bei vielen Wettbewerben mittlerweile Standart.

Pixel: Jeder Sprite, jede Map, einfach alles auf dem PC, ist aus kleinen Punkten aufgebaut, die unterschiedliche Farben haben und zusammen ein Ganzes ergeben. Diese einzelnen Punkte nennt man Pixel.

Pixelbild: Alle herkömmlichen Bilder, die digital verwendet werden, sind durch Pixel aufgebaut. Ein Pixel ist eine wenige Byte große Einheit, die nur eine gewisse Farbinformation, z.B. "rot", trägt. Setzt man mehrere Pixel mit unterschiedlichen Farben zusammen, so entsteht ein erkennbares Bild. Besonders deutlich wird dies beim bekannten Spriten: Die kleinen Quadrate, die man dabei erkennen kann, sind Pixel. Da jedes Bild nur eine ganz bestimmte Anzahl Pixel enthält, die sich normalerweise nicht verändert, sind diese Bilder nur unter Qualitätsverlust vergrößerbar.

PNG: Der moderne Nachfolger des GIF-Formates. Transparenzen sind möglich, Animationen jedoch nicht. PNG unterstützt natürliche Farbdarstellung und läßt sich in verschiedenen Variationen speichern, um Speicherplatz zu sparen. Wird eingesetzt, wo eine verlustfreie Darstellung des Bildes wichtig ist.
Eingesetzt wird PNG für Pixelarbeiten (Sprites), hochwertige Fotos und Bildschirmdarstellung. Unterstützte Farbmodi sind RGB und Graustufen.

PSD: Photoshopeigenes Format zum Speichern von Photoshopdateien mit allen Bildinformationen, vorhandenen Einstellungen und Ebenen. Keine Komprimierung. Eingesetzt wird PSD für Dateien aller Art - zur Weiterverwendung ist das Speichern in einem passenden Format allerdings wichtig. Unterstützte Farbmodi sind RGB, CMYK, Lab, Graustufen.

R

Recolor: Bei Recolor gibt man einem beliebigen alten Sprite aus den Editionen Rot/Blau/Gelb/Gold/Silber/Kristall die Farben des Rubin/Saphir/Smaragd/Diamant/Perle-Sprites, und lässt ihn so aussehen als ob er aus den neuen Spielen käme.

RGB ("Additive Farbmischung"): Das Bild wird aus den Farben Rot, Grün und Blau zusammengesetzt. Diese Art der Farbmischung wird für Monitordarstellung verwendet. Die Mischung aller drei Farben (in gleichen Verhältnissen) ergibt weiß.

ROM: ROM steht für Read-Only Memory ("Nur lesen" Speicher). ROMs sind Abbilder von Spielechips und können mittels Emulatoren auf dem PC abgespielt werden. Alles Rechtliche über ROMs und Emulatoren findest du hier.RPG Maker: RPG Maker ist ein Programm zum Erstellen von Rollenspielen. Mit viel Erfahrung kann man damit sein eigenes Pokemonspiel erschaffen. RPGM eignet sich aber auch perfekt, um Maps zu erstellen, da man mit diesem Programm ganz einfach Tilesets zusammenfügen kann. Die aktuellsten Versionen des RPG Maker sind der RPGMakerXP und der RPGMakerVX. Die Vollversionen des Programmes sind kostenpflichtig, allerdings wird eine 30-Tage-Testversion für den RMXP hier kostenlos zum Download angeboten.

S

Sammlung: In einer Sammlung kannst du deine verschiedenen Werke aus unterschiedlichen Bereichen wie Spriting, Mapping oder Grafik posten.

Scratching: Viele erfahrene Spriter beginnen mittlerweile auch zu scratchen. Das heißt, sie erschaffen einen neuen Sprite, aber ohne Pokémon oder ähnliches dabei zu fusionieren. Sie arbeiten dabei mit dem Pinsel und denken sich zum Beispiel an ganz neues Pokémon aus.

Sprite: Als Sprite bezeichnet man das Bild von einem Pokémon, Trainer oder ähnlichem, mit dem man beim Spriting arbeitet. Meist werden dann auch die Fusionen, die dabei entstehen, als Sprite bezeichnet. Jedoch sind alle beliebige gerippte Bilder von 2D-Spielen Sprites.

Spriting: Spriting ist der große Oberbegriff für das, was in Wettbewerben auf PE gemacht wird. Dazu zählen Fusionen, Scratches, aber auch Newcolor und neue Varianten, die sich im Laufe der Zeit entwicklen. Allgemein also das Arbeiten mit Sprites.

T

TIF, TIFF: Standard-Bildformat, ähnlich wie BMP. Photoshop kann eine spezielle TIFF-Variante erzeugen, die Transparenz unterstützt - diese Datei können andere Programme jedoch nicht lesen!
Eingesetzt wird TIFF für Zeichnungen, Fotos, Druck. Es ist gut geeignet zur Archivierung, zur Bildschirmanzeige sollte jedoch ein kleineres, passenderes Format gewählt werden. Unterstützte Farbmodi sind RGB, CMYK, Graustufen.

Tiles: Tiles sind die Bestandteile aus denen eine Map aufgebaut ist. Mit ihnen kann man auch sehr leicht Maps erstellen. Ein Tileset kann beispielsweise einen Busch oder einen Teil eines Hausdaches beinhalten.

Tileset: Auf Tilesets sind die verschiedenen Tiles angeordnet.

Transparenz: Speichert man zum Beispiel einen Sprite ab, dann sieht man den Hintergrund von diesem beim Hochladen ins Internet. Schaltet man diesen Hintergrund aus, dann macht man den Sprite transparent. Das am häufigsten verwendete Programm dazu ist IrfanView.

V

Vektorgrafik: Unter einer Vektorgrafik versteht man ein Bild, das nicht aus Pixeln aufgebaut ist, sondern durch sogenannte Vektoren. Diese sind im Grunde nichts anderes als mathematische Gleichungen, die Kurven beschreiben. Je nachdem, wie diese Kurven geformt sind, können sie Formen ergeben, die wir als ein Motiv erkennen. Selbstverständlich merken wir von den vielen Formeln nichts, während wir mit einem Vektorprogramm arbeiten. Der Nachteil an Vektorbildern ist, daß man Farbverläufe nur schwer darstellen kann, weil Vektorkanten unendlich scharf sind. Der große Vorteil ist, daß man jedes Vektorbild unendlich weit vergrößern kann, ohne daß es an Qualität verliert.

Verpixelt: Wenn man sagt, ein Sprite oder eine Map ist verpixelt, dann meint man damit, dass beim Abspeichern des Sprites die Qualität verloren gegangen ist, was am falschen Speicherformat liegen kann. Um das zu vermeiden sollte man immer bmp oder png als Format auswählen.

W

Wettbewerb: In Wettbewerben können sich die Benutzer von PE im Spriting, Mapping und anderen Disziplinen messen. Dabei erfüllen sie unabhängig voneinander die gestellten Aufgaben und bei der Abstimmung, an der alle User teilnehmen dürfen, entscheidet sich dann wer der Gewinner ist.